23.12. Wendungen, Irrungen, Wirrungen

„Dirk“, wandte sich der Teufel an Deadpool-Dirk, der schon lange nichts mehr von sich gegeben hatte. „Was sagt du? Ich könnte dir anbieten, eine führende Position in unserer Armee einzunehmen. So ließe sich die Apokalypse gut aushalten. Macht, Ansehen, du kannst deine…Körperform wählen. Und deine Gefährtin!“

Dirk schmunzelte. Der Teufel legte nach:

„Entreiße den Typen den Koffer, gib ihn mir. Du musst ihn mir geben.“

„Warum kannst du ihn denn nicht selbst nehmen?“, wollte ich dann doch wissen.

„Isso“, meinte der. „Aus Gründen.“

Dann blieb diese Frage also unbeantwortet. Das ist in Kurzgeschichten manchmal so (wenn der Autor keine Zeit oder Ideen hat).

Dirk hingegen war noch bei der Gefährtin: „Kann ich auch Mila Kunis an meiner Seite haben?“

„DIRK!“, stieß Myrthe jetzt aber ärgerlich aus.

„Was?“

„Na, ich will  doch an deiner Seite sein! Weil ich…ich will…also…für immer und so. Ich hab dich doch…also…“

„Sie ist in dich verschossen, Junge“, sprang Beverly helfend ein.

„Echt jetzt?“ Dirk konnte es nicht fassen. Er ging wieder näher auf Myrthe zu, Myrthe ging auf ihn zu, sie zog ihm die Deadpool-Maske ab und beide blickten sich in die Augen. Dann griff Myrthe mit ihren kleinen Händen um seinen massigen Kopf ohne Hals und zog sein Gesicht heran. Ihr Kuss war von beidseitiger Liebe geprägt, wie es sein soll, wenn es richtig ist.

„BAH!“, stieß der Teufel aus.

Es war ein Moment, der in der Zeit stillzustehen schien. Plötzlich griff Beverly auch Blaukötters Hand und sie schauten sich verliebt an. Hä? Wann war das denn passiert? Hatte ich was nicht mitgekriegt? Vielleicht erfahren wir das alles in einem Extended Cut dieser Geschichte mal. Jedenfalls:

„Gestatten, Gabriel Blaukötter, Agent of God.“

Seltsame Wendung. Es schien dem Ende zuzugehen. Von oben kamen jetzt irgendwelche Heerscharen herab, aber konnten nicht landen. (Warum? Extended Cut in Buchform 2017 *gg)

Aber jetzt der Satz, der mich erschaudern ließ:

„Jan, tritt mit dem Koffer in meinen Nebel“, der sich gerade um beide herum bildete, „wenn du willst, dass  Anna-Maria überlebt.“ Die war schon ganz bleich und stumm. „Sonst reiße ich sie auseinander! Harhar!“

Ich musste wohl endlich handeln. Ein Opfer gegen die Rettung der Menschheit. Aber es wäre das größte, das ultimative Opfer. Ich wusste nicht, was zu tun ist.

Ihr?

 

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Kirsch sagt:

    Aaargh! Wie soll das nur enden? Und wo bleibt Käthe Kratzig oder zumindest ihr Wischeimer? Fragen über Fragen, die wahrscheinlich auch morgen nicht beantwortet werden… Odä?

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  2. Kirsch sagt:

    Oh Mann – Käthe Kratzig war ja schon da, wenn auch nur (zu) kurz. Hatte ich bei all der atemlos(durchdieNacht)en Spannung schon glatt wieder vergessen. Geht ja hier auch zu wie Knall den Schlag. Aber ich denke, sie (also Kratzig) und ihr Wischeimer sollten im großen Finale noch einmal zurückkehren. Und wenn beide nur ungeschickt im Weg rumstehen („Sehen Sie nicht, wie ich hier stehe?“)…

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